Donnerstag, 28. April 2016

Aus dem Nähkästchen geplaudert!

Heute habe ich mal nichts Genähtes für euch, sondern ein wenig Nähkästchengeplauder. :-)
Meinen Blog lesen durchaus auch Näh-Frischlinge mit, die gern auch Tipps und Tricks lesen, die für "Alte Hasen" selbstverständlich sind.
Daher gilt bei meinem Geplauder: 
  • Es ist nicht auf meinem Mist gewachsen, hat mir aber das Arbeiten unendlich erleichtert. 
  • Wer es kennt darf gern noch Tipps beisteuern!
  • Wer sie nicht kennt: Ich hoffe sie können euch helfen!
So und nun geht es los! Zuerst einmal zeige ich euch meine wichtigsten Nähhelfer. (Nein meine Kinder gehören eher nicht dazu, sind sie doch oft kontraproduktiv :-) )


Ohne diese Helfer geht es bei mir nicht! 
  • Ein Quiltlineal (im Besten Fall mehrere in verschiedenen Größen): hiermit zeichne ich meine Nahtzugaben an, schneide Bündchen auf die exakte Breite oder messe aus.
  • Der Rollschneider!!! Das Muss für mich schlecht hin. Mit anstecken des Schnittmusters und der Schere würde ich ewig brauchen. Ich liebe ihn und nehme ihn  immer. Auch zum Ausschneiden meiner Schnittmuster! (ja eigentlich nur für Stoff, aber die Folie schafft der wie nix...)
  • Meine Nähgewichte (grün und orange :-) ) sind wichtig beim abzeichnen und zuschneiden des Schnittmusters. Das zeige ich euch gleich noch... 
  • Verschiedene Scheren. Ich habe eine ganz kleine Spitze für Fädenreste, Stickbilder oder Markierungen ("Knipse"). Aber ich trenne auch viel lieber mit ihr auf, als mit einem Nahtauftrenner. Den benutze ich eigenlich nur zum Knopfloch aufschneiden.
  • Ein Permanentmarker! um die Schnittmuster auf Malerplane abzuzeichen
  • und zu guter Letzt das magnetische Nadelkissen. Auch eines meiner Lieblinge. Ich ziehe während des Nähens die Nadeln raus und schubbse sie nur auf das Kissen. Schon ist alles aus dem Weg.


Zusätzlich brauche ich bei meinen Projekten noch eine Lochzange und die Prym-Variozange. Hier lohnt es sich teuer zu kaufen! Am Anfang habe ich die Jerseydrücker mit den Plastezubehör reingehämmert. Eine Qual für den Tisch, die Finger und das genähte Stück. Die Zange hat verschiedene Aufsätze für Druckknöpfe, aber auch für Ösen. Damit sitzen meine Knöpfe und Ösen 1A. Auch bei Sweat und dickerem Bündchen. Die bunten Jerseydrücker von Snaply haben sich bei mir auch sehr bewehrt.

Soviel zu meinen Nähhelfern. Es gibt noch einiges mehr, aber ich denke, das ist das Wichtigste für Nähanfänger und Frischlinge. ;-)

Und wie zeichnen ich meine Schnitte ab?

Seit einigen Jahren benutze ich dafür nur noch Malerplane. Anfangs hatte ich es mit Backpapier abgezeichnet, darauf halten aber die Stifte nicht. Außerdem ist es auch in der Breite begrenzt. Kinderschnitte gehen mitunter noch, aber auch bei Kleidern wird es eng.
Daher Malerplane aus dem Baumarkt. Sie ist dicker als Abdeckfolie und somit reißfest. 
Ich lege sie auf das Schnittmuster, beschwere sie mit den Gewichten und zeichne die gewünschte Größe ab. Mit dem Quiltlineal zeichne ich paralel dazu die Nahtzugabe in der gewünschten Breite noch einmal nach. Somit entstehen zwei Linien. An der äußern Linie schneide ich entlang!




Wenn du das ausgeschnittene Schnittteil auf den Stoff legst, brauchst du nur noch die Gewichte auflegen, damit nix verrutscht und außen herum mit dem Rollschneider schneiden. Schon hast du ein fertiges Schnittteil samt Nahtzugabe ohne langwieriges Anstecken....




Meine Schnittmuster landen dann alle in Hängemappen. (Die passen wunderbar in Plastekisten vom Möbelschweden ;-) )
So ist alles sortiert und griffbereit. Wer mehr aus Zeitschriften näht, findet bei Nicibiene ein tolles Sortiersystem, sogar mit Video-Erklärung!




So, das war ein riesig und langer Post, aber kürzer lässt es sich schlecht erklären. Ich hoffe die/ der eine oder andere von euch kann es gebrauchen. Dafür ist es gedacht.

Euch einen schönen Tag! Andrea

Kommentare:

  1. Hallo Andrea. Ich bin gerade über deinen Blog "gestolpert" und absolute Nähanfängerin. Vielen Dank für deine Tipps, v.a. den mit der Malerplane oder den Nähgewichten. Hast du diese selbergemacht? Womit sind diese gefüllt? Vielen Dank und liebe Grüße, Irene

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  2. Liebe Irene! Das freut mich so sehr, dass es dir weiter geholfen hat. Denn dafür habe ich es gemacht!
    Für die Nähgewichte: Im Baumarkt gibt es riesen große und sehr schwere Unterlegscheiben. Die sind perfekt dafür. Ich habe nur einen Filz drüber gezogen, dass braucht es aber gar nicht.
    Ich wünsche dir viel Spaß und Freude mit deinen Nähprojekten. Nicht den Mut verlieren! Jede Naht wird besser! :-)
    Liebe Grüße! Andrea

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